Einem Wechsel zu den Franzosen steht eigentlich nichts im Wege, denn sowohl Teamchef Flavio Briatore - übrigens ein guter Freund von Alonso - als auch Renault-Boss Carlos Goshn möchten den zweifachen Champion unbedingt verpflichten.
Nach einem Jahr voller Pleiten, Pech und Pannen soll Alonso das ehemalige Weltmeister-Team wieder an die Spitze und damit zu alten Erfolgen führen. Man kennt und vertraut sich, doch eine drohende Millionenstrafe wegen des aktuellen Spionageskandals sowie ein schmerzhafter Punktabzug für 2008 könnte alle Träume wie eine Seifenblase zerplatzen lassen. Zudem will Renault seinen ehemaligen Schützling länger verpflichten, Alonso will aber nur einen Einjahresvertrag. 2009 möchte er zu Ferrari.
Red Bull (Wechsel-Chance 25%)
Trotz aller Wechsel-Dementis ist und bleibt der Rennstall von Multi-Milliardär Dietrich Mateschitz der zweite Top-Kandidat für Alonso. Obwohl der Österreicher offiziell erklärte, dass David Coulthard und Mark Webber für die neue Saison gesetzt sind, wird sich der clevere Red Bull-Chef mit Sicherheit ein Hintertürchen offen halten. Denn mit Alonso hätte er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Zum einen wäre er Webber los, der in diesem Jahr nicht annähernd überzeugen konnte, und zum anderen hätte er mit Alonso einen der besten und vor allem erfahrensten Piloten in seinem Team. Geld dürfte keine Rolle spielen, auch wenn der Spanier bis zu 50 Millionen Euro für eine Saison verlangen sollte. Desweiteren wäre Red Bull ideal, um ein Jahr später zu Ferrari zu wechseln. Doch auch Mateschitz deutete bereits an, dass er Alonso nur verpflichten will, wenn er sich längerfristig an das Team bindet.
Honda (Wechsel-Chance 15%)
Nach dem geplatzten Wechsel zum Team Toyota, das dem Spanier angeblich bis zu 60 Millionen Euro geboten haben sollen, hat sich nun auch Honda zu Wort gemeldet. Der japanische Rennstall hätte einen neuen Top-Fahrer am nötigsten, denn das einstige Vorzeigeteam hängt nur noch lasch am Tropf. Rubens Barrichello gehörte zu den größten Enttäuschungen des Jahres und Jenson Button schrumpfte im Schatten von Landsmann Lewis Hamilton auf die Größe eines Fingerhuts.
Wie bei Red Bull dürfte Geld keine Rolle spielen, denn Honda muss mit allen Mitteln versuchen, den Anschluss an die vorderen Plätze wieder zu finden. Die Konzernzentrale ließ bereits verlauteten, dass man sich einen gut bezahlten Abschied von Routinier Barrichello durchaus vorstellen kann. Den Platz des Brasilianers könnte dann Alonso einnehmen, in dessen Fahrwasser Button wieder zu alter Form auflaufen könnte. Doch Alonso und sein Manager halten sich (noch) bedeckt, denn sie haben alle Zeit der Welt. Immerhin ist der Asturier das Objekt der Begierde.
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