Donnerstag, 29. november 2007
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an zu hohen Managergehältern ausdrücklich begrüßt. In der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitagausgabe) nannte es
DGB-Chef Michael Sommer «außerordentlich hilfreich», dass Köhler die Einkommensschere in Deutschland als gesellschaftliche Fehlentwicklung kritisiert habe. Er forderte von der Wirtschaft,
freiwillig Obergrenzen für die Bezüge der Vorstandsmitglieder zu vereinbaren, die in angemessener Relation etwa zum jeweiligen Facharbeiterlohn stünden.
Die Beschäftigten hätten zu Recht kein Verständnis dafür, dass die ohnehin häufig horrenden Managerbezüge oft genug zweistellig steigen, während ihre eigenen Reallöhne in den vergangenen Jahren
stagnierten, sagte der DGB-Chef. Diese ungleiche Einkommensverteilung habe Ausmaße angenommen, die auch durch eine von der großen Koalition geplante Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer «kaum noch
korrigiert werden» könne.
von TFI-Digital
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